Arbeit

Globalisierung, Digitalisierung verändern die Arbeitswelt. Demografischer Wandel, Bildung und Migration verändern Werte und Ansprüche. Während die einen – einmal mehr – befürchten, dass Berufe und ihre Arbeitsstelle verschwinden, verlegen sich die anderen aufs Lob der Chancen von zeitlich und örtlich unabhängigen Arbeitsmodellen, die Entlastung des Menschen durch die Maschine und die Konzentration auf die Schaffung von «Bedeutsamem», vorausgesetzt, der Imperativ des lebenslangen Lernens sei ausreichend verinnerlicht.

Die Kunstaktion
Vom 24. bis 26. Oktober begegnet die Bevölkerung im Kanton Solothurn auf verschieden Kanälen der Kunstaktion mit Fragen zu ihrem Verhältnis zur Arbeit. Die Fragen erscheinen im Bus, sind auf der Front der Tageszeitung zu lesen, sie werden den Pendler*innen an Bahnhöfen und sonstigen Passantenlagen mitgegeben, sie erklingen vielleicht sogar im Radio.

Am Samstag, 26. Oktober findet an vielbegangenen Orten eine Druckaktion im öffentlichen Raum statt:

– Grenchen, Markplatz 7.30-8.30 Uhr
– Solothurn, Kreuzacker 9.00-10.30 Uhr
– Balsthal, unter der Arkade der Gemeindeverwaltung 11.30-13.00 Uhr
– Egerkingen, Gäupark 13.30-15.00 Uhr
– Olten, Holzbrücke, Flohmarkt 15.30-17.00 Uhr

Vier Solothurner*innen sind oder waren aus unterschiedlichen Gründen damit konfrontiert, sich mit der Bedeutung von Arbeit auseinanderzusetzen. Was passiert, wenn Arbeit als zentrales, identitätsstiftendes Element ausfällt? Sie erzählen aus der Sicht der Pensionierung, der Arbeitslosigkeit und aber auch der selbstgewählten beruflichen Veränderung. Sie erzählen welche Hürden zu nehmen waren und wie Unsicherheiten auszuhalten sind. Sie erzählen von der Veränderung ihrer Werte und neuen Glücksgefühlen.

Die Historikerin Edith Hiltbrunner schaut zurück ins Jahr 1919, als die Wochenarbeitszeit von 59 Stunden auf 48 Stunden gesenkt und damit eine Forderung der streikenden Arbeiterschaft im Landesstreik erhört worden ist.

Einen Bogen zur Gegenwart und zum Wandel der Arbeit heute schlägt Frau Prof. Dr. Barbara Prainsack, Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse am Institut für Politikwissenschaft der Universität in Wien im Interview.